12. April 2017
Magenkrebs entsteht, wenn die Erbsubstanz von Zellen des Magens so weit geschädigt wurde, dass sie unkontrolliert wachsen und sich vermehren.
 12. April 2017
Eindeutige Symptome, die auf Magenkrebs hindeuten, gibt es nicht. Um die Diagnose zu stellen, wird in der Regel zunächst eine Magenspiegelung vorgenommen.
 12. April 2017
Ab einem gewissen Stadium ist Magenkrebs nicht mehr heilbar. In diesen Fällen greifen meist Schmerztherapie und Palliativmedizin.
 12. April 2017
Eine mögliche Ursache für Magenkrebs sind die Ernährungsgewohnheiten. Eine Ernährungsumstellung kann ggf. das Risiko senken, an Magenkrebs zu erkranken.
Stethoskop
Ihr Ratgeber Magenkrebs
Tumoren bei Magenkrebs entstehen meist in der Schleimhaut des Magens.
Magenkrebs

Was ist Magenkrebs?

MagenIm Falle von Magenkrebs verändert sich das genetische Erbgut in den Zellen des Magens, was dazu führt, dass sich diese Zellen ungebremst vermehren. So entsteht ein bösartiger Tumor, der wiederum bösartige Zellen ausstreuen kann, die sich an anderer Stelle des Körpers anlagern und dort Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden. Meistens nimmt Magenkrebs seinen Anfang in der Schleimhaut des Magens. Geht der Tumor von den Drüsenzellen der Schleimhaut aus, nennt man ihn Adenokarzinom. Es gibt aber noch anderen Formen von Magenkrebs:

  • Leiomyosarkome (Tumor, der im Muskelgewebe des Magens entsteht)
  • Gastrointestinale Stromatumoren (GIST, Weichteiltumoren)
  • MALT-Lymphome (Krebsgeschwüre, die vom Lymphgewebe ausgehen und auch in der Magenwand vorkommen können.)

Diese Tumortypen kommen sehr selten vor, der Magenkrebs in der Schleimhaut hingegen ist relativ häufig.

Vorkommen von Magenkrebs in Industrieländern

Magenkrebs, der aus der Schleimhaut des Magens entsteht, hat in seinem Auftreten in den Industrieländern in den letzten Jahren nachgelassen. Ein Grund dafür kann im Gebrauch von Gefrier- und Kühlschränken liegen. Deren Gebrauch führt dazu, dass nicht mehr so viel Fleisch verzehrt wird, das durch Pökeln, Salzen und Räuchern haltbar gemacht worden ist, was ein Risiko für die Entstehung von Magenkrebs ist.

Jedes Jahr gibt es rund 15.000 neue Patienten mit Magenkrebs. Das durchschnittliche Alter bei der Entstehung von Magenkrebs liegt bei Männern bei 72 Jahren, bei Frauen bei 75 Jahren. Magenkrebs trifft Männer etwas öfter als Frauen. Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu etwa 477.000 neuen Krebserkrankungen. Davon haben ca. 19.000 Männer und 6.000 Frauen Magenkrebs. Bei Männern ist der Krebs des Magens die achthäufigste Krebskrankheit, bei Frauen die neunthäufigste. Im Frühstadium ruft Magenkrebs meist nur wenige Symptome hervor, daher wird er oft erst spät erkannt. Wenn der Tumor nicht mehr operativ zu entfernen ist, ist die Prognose verhältnismäßig schlecht.

Von Magenkrebs zu unterscheiden: das primäre Lymphom

Etwas anderes als der häufig auftretende Magenkrebs in der Schleimhaut ist das primäre Lymphom. Dieses stellt etwa 5 Prozent aller Krebserkrankungen des Magens dar. Hierbei handelt es sich um einen Tumor, der langsam wächst und im Lymphgewebe der Schleimhaut entsteht. Dieser Krebs beschränkt sich lange Zeit auf den Magen und befällt erst in späteren Stadien Lymphknoten außerhalb des Magens oder andere Körperregionen. Die Ursache für das primäre Lymphom kann das Bakterium Helicobacter pylori sein. Daher sind Antibiotika eine mögliche Therapie.

Fedor Singer

 12. April 2017
Magenkrebs entsteht, wenn die Erbsubstanz von Zellen des Magens so weit geschädigt wurde, dass sie unkontrolliert wachsen und sich vermehren.
 12. April 2017
Eindeutige Symptome, die auf Magenkrebs hindeuten, gibt es nicht. Um die Diagnose zu stellen, wird in der Regel zunächst eine Magenspiegelung vorgenommen.
 12. April 2017
Ab einem gewissen Stadium ist Magenkrebs nicht mehr heilbar. In diesen Fällen greifen meist Schmerztherapie und Palliativmedizin.
 12. April 2017
Eine mögliche Ursache für Magenkrebs sind die Ernährungsgewohnheiten. Eine Ernährungsumstellung kann ggf. das Risiko senken, an Magenkrebs zu erkranken.